ANWENDUNG

Das Local Control Network in der Praxis

LCN automatisiert alle Funktionen innerhalb Ihres Hauses – von der Beleuchtung über die Rollladensteuerung bis hin zur Zutrittskontrolle. Dazu bedarf es keines technischen Wissens und auch keiner komplizierten Bedienelemente. Das System ist vollkommen flexibel und jederzeit ohne viel Aufwand erweiterbar.

BELEUCHTUNGSTEUERUNGEN
Klimasteuerung
Sicherheitstechnik
Visualisierung
Zutrittskontrolle

Professionelle Lichtsteuerung für alle Anwendungsbereiche

BELEUCHTUNGSTEUERUNGEN

Richtiges Licht zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So wird Energie gespart und ein individueller Beleuchtungskomfort geschaffen.

Licht aus – Spot an

In Privathaushalten benötigt die Beleuchtung gut 8% des Strombedarfs*. Stromsparen beim Licht ist durch Automation mit dem Local Control Network möglich, indem auch die Beleuchtung Intelligenz bekommt. Am meisten Strom sparen die Leuchten, die erst gar nicht eingeschaltet werden. Bewegungsmelder im LCN-System schalten Leuchten dann ein, wenn tatsächlich jemand in der Nähe erkannt wird. Verlässt die Person den Erfassungsbereich des Sensors, wird die Leuchte nach einer Übergangszeit wieder ausgeschaltet. Die LCN-Module können sowohl Glühlampen als auch LED-Systeme dimmen und schalten. Gerade dort, wo sehr viel Energie für Beleuchtung verbraucht wird, nämlich in Großraumbüros und Hochhäusern, setzt sich immer mehr die Konstantlichtregelung durch. Dann wird mit LCN nicht nur intelligent geheizt, sondern auch intelligent beleuchtet

* Quelle: EnergieAgentur.NRW 2013

Ihr Heim ins rechte Licht gesetzt

Licht maßgeschneidert

Mit LCN werden alle Beleuchtungsaufgaben mit der jeweils ökologisch, wirtschaftlich und funktional attraktivsten Variante umgesetzt. Modulare Lösungen ermöglichen Partnern aus der Leuchtenherstellung den kostengünstigen Aufbau von intelligenten Lichtsystemen. Lichtplaner und Installateure können auf Basis der multifunktionalen Module aufgabenspezifisch die passende Konfiguration einsetzen.

Dabei erlaubt sowohl die bewährte 0-10V-Technologie, das DMX-Protokoll und die DALI-Lichtsteuerung eine hohes Maß an Flexibilität: Von der intelligenten Einzelleuchte bis hin zum umfangreichen Beleuchtungskonzept von Gebäuden, die auch mit der Notbeleuchtung zu einem gemeinsamen System verknüpft werden können. Mit LCN ist das möglich. In anwesenheitsgesteuerte Beleuchtungsanlagen bringt der Einsatz von LCN ein neues Maß an Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort.

Einfache Lichtsteuerung (opt.: mit LCN-GT4D)

Konstantlicht vermeidet unnötige Kosten

So viel Kunstlicht wie nötig, so wenig wie möglich

Konstantlichtsteuerungen sorgen dafür, dass das Kunstlicht in einem Raum nur als Ergänzung zum Tageslicht genutzt wird. Sensoren registrieren das aktuell vorhandene Tageslicht, die Anwesenheit von Personen im Raum und gegebenenfalls weitere Faktoren. LCN sorgt dafür, dass an den definierten Stellen im Raum genau die Lichtmengen verfügbar sind, die für die Arbeitsbereiche notwendig sind, anstatt ständig alle Leuchten auf voller Leistung laufen zu lassen.

Nicht nur werden so unnötige Kosten vermieden, die Umwelt geschont und optimale Arbeitsbedingungen geschaffen. Es werden auch Blendeffekte vermieden, die genau so stören können wie zu wenig Licht. Solche Regelungen erfordern komplexe Steuerungsfunktionen und die Verarbeitung vieler Werte. Das LCN-System ist schon in seiner Struktur für solche Aufgaben bestens gerüstet.

Strategien für weniger Energiebedarf

Kombinierte Methoden für maximale Ergebnisse

LCN setzt auf die Verknüpfung von standardisierter Technologien. Dies ermöglicht die vollständige Integration der Lichtsteuerung im LCN-System und damit die zentrale Steuerung aller Funktionen mit nur einem System.

Licht ist mehr als nur Beleuchtung

Im Tagesverlauf wird oft an den gleichen Stellen ganz unterschiedliches Licht benötigt oder gewünscht. Beim Kochen und bei der Hausarbeit soll die Küche hell sein, mit eher kühlem Licht. Beim Abendessen darf es weniger Licht sein, mit etwas mehr Rotanteilen. Im Wohnzimmer, bei der Arbeit am Schreibtisch, wird genau dort viel Licht gebraucht. Eine Stunde später, beim Fernsehen oder beim Plausch mit Gästen, wird eine ganz andere Beleuchtung gewünscht. Beim Fernsehen oder beim Entspannen mit Bach oder Chopin ähnlich, aber doch wieder anders.  So können für nur einen Raum ein Dutzend verschiedene Ausleuchtungen sinnvoll sein.

Jedes LCN-Modul kann bis zu 100 Lichtszenen speichern. Da alle Module unabhängig untereinander kommunizieren und Daten austauschen, kann mit dem Berühren nur einer Taste auf einem Tastenfeld ein Beleuchtungsszenario für ein komplettes Haus abgerufen werden. Oder nur für den Esstisch in der Küche. Aber LCN steuert nicht nur, sondert meldet auch. Zum Beispiel, wenn im Kinderzimmer spät am Abend immer noch das Licht eingeschaltet ist.

Präsenzsteuerung und Nachtlicht

Gerade in Durchgangsbereichen wie Flure, Keller oder Lagerräumen wird oft nur kurzzeitig Licht benötigt. Bewegungs- und Präsenz-Sensoren melden, wenn Personen einen Bereich betreten oder verlassen haben, so dass nur für diesen Zeitraum das Licht eingeschaltet wird. Das ist nicht nur bequem, sondern erhöht auch die Sicherheit. Nicht selten werden in der Garage oder im Vorratsraum beide Hände zum Tragen benötigt, das LCN-System kümmert sich um die Beleuchtung, das mühsame Suchen nach dem Lichtschalter fällt weg und kurz nach Verlassen des Raumes geht das Licht wieder aus. Ohne dass jemand gestolpert ist, weil keine Hand fürs Lichteinschalten frei war.

Manchmal wird auch nicht viel Licht benötigt. Zum Beispiel beim Aufstehen in der Nacht. Abhängig von der Uhrzeit oder der Tageshelligkeit werden Leuchten im Flur oder im Bad nach dem Aufstehen nur stark gedimmt automatisch eingeschaltet. Oder das Corona®-Licht der GT-Tasterserie dient als Nachtlicht. Gerade für Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein Plus an Sicherheit und Bequemlichkeit.

Energieeinsparung durch Temperaturregelung

Klimasteuerung

Klima steuern ist mehr als nur die Heizung zu regeln. Klima ist auch Belüftung, Beschattung oder Luftqualität.

Klima gleich Heizung plus Lüftung plus Beschattung

Dass es keine gute Idee ist, im Winter bei eingeschalteter Heizung das Fenster zum Lüften offen stehen zu lassen oder stundenlang gekippt, weiß eigentlich jeder. Auch werden die unterschiedlichen Temperaturzonen im Haus wie Schlafzimmer, Badezimmer und Wohnzimmer oft nicht so geheizt, wie der tatsächliche Wärmebedarf  ist. Temperaturgeführte Heizungssteuerungen mit Außenfühlern waren ein erster Fortschritt, sie können jedoch nicht Gegebenheiten oder Bedürfnisse im Haus berücksichtigen. Die Hausautomation mit dem Local Control Network vereinfacht die Heizungsregelung durch Automation, indem innere wie äußere Faktoren und die Gewohnheiten der Bewohner in die Automation einbezogen werden.

Durch entsprechende Sensoren und Aktoren kann der Energiebedarf fürs Heizen optimiert werden. Dazu werden sowohl Ist- und Solltemperaturen in die Regelung einbezogen, als auch zeit- und ortsabhängige Faktoren. So reicht in der Regel in Schlafzimmern eine Nachttemperatur von 18 °C. Im Wohnzimmer darf es 21 bis 22 °C warm sein, jedoch ist es nicht angebracht, diese Temperaturen auch dann vorzuhalten, wenn niemand im Haus ist. Deshalb wird bei Verlassen des Hauses auch im Winter die Temperatur in allen Räumen reduziert. Wieder in den Komfortbereich gebracht wird sie entweder nach Uhrzeit, oder wenn die Bewohner ins Haus zurückkehren, oder schon vorab aus dem Büro mit der LCN-GVS-App kurz vor Feierabend. Dabei kann noch gleich die Sauna vorgeheizt werden.

Intelligentes Heizen mit LCN

Sensorik

Das LCN-System hat eine ganze Reihe von Sensoren für Klimaanwendungen im Angebot. Angefangen von einzelnen Sensoren für Temperatur wie dem LCN-TS bis hin zu hochintegrierten Sensorsystemen für Präsenz, Licht, Temperatur und Feuchte wie dem LCN-GUS. Der CO2-Sensor LCN-CO2 misst den Kohlendioxid-Gehalt der Raumluft, die Wetterstation LCN-WIH liefert Daten über die Außenwelt. Aus diesen vielen Daten kann ein genaues Bild der benötigten Energie gewonnen werden, die gebraucht wird, aber eben unter optimierten Bedingungen. Damit nur so viel Energie verbraucht wird, wie unbedingt notwendig. Ohne eine genaue und zuverlässige Sensorik keine verlässliche Klimaregelung.

Heizung

LCN kann an verschiedensten Stellen in die Regelung der Heizung eingreifen. Entweder schon an der Steuerung der Heizungsanlage, oder erst an den Heizkörpern in den Räumen. Die Ankopplung an die Heizungssteuerung kann über verschiedene Protokolle erfolgen, oder über Relaissysteme. Direkt an den Heizkörpern regeln Stellantriebe wie der LCN-AVN die Heizleistung in den Räumen direkt im Raum.

Intelligentes Heizen ist jedoch mehr als nur Temperaturen zu steuern. Mit den Zeitschaltuhren und den Sensoren im LCN-System wird nur dann geheizt oder gekühlt, wenn auch tatsächlich Personen im Haus sind. Heizen ist auch nicht überall gleich gewünscht. Im Schlafzimmer sollte es eher kühl sein, im Bad oder in den Kinderzimmern dagegen warm. Alle diese individuellen Wünsche an die Heizung können durch die verteilte Intelligenz im LCN-System ideal realisiert werden.

Lüftung

Obwohl unvermeidbar, ist das Belüften ein wesentlicher Faktor für Energieverluste im Haus. Dabei ist frische Luft nicht nur für unser Wohlbefinden wichtig, sondern verhindert auch Schäden an der Bausubstanz wie durch Schimmel. Vor allem in modernen Neubauten mit starker Isolierung durch Vollwärmeschutz und Mehrfachverglasung ist der gezielte Luftaustausch wichtig. LCN kann natürlich nicht nur moderne, spezialisierte Lüftungssysteme mit Wärmeaustauschern für Gebäude steuern, sondern verfügt auch über alle notwendigen Sensoren wie für CO2-Luftanteil, Feuchte und Temperaturen. Wie in anderen Regelfunktionen liefern hier die integrierten Regler der LCN-Module einfache und schnelle Lösungen.

Beschattung

Beim Thema Energieeinsparung wird oft zuerst an Heizung und Beleuchtung gedacht. Seit aktive Klimatisierungen mit Kühlfunktionen in Privathäusern kein Luxus mehr sind, ist Energieeffizienz nicht nur beim Heizen, sondern auch beim Kühlen angesagt. Dabei gilt es zu verhindern, dass gerade im Sommer Wärme ins Haus gelangt. LCN steuert dazu Innen- und Außenjalousien oder Markisen, Beschattungen an Dachfensterflächen oder Raffrollos mit speziellen Modulen wie dem LCN-UMR, das genau für solche Motoranwendungen entwickelt wurde.

Eine sicheres Gefühl für hohe Lebensqualität

Sicherheitstechnik

Sicherheit im Wohnbereich und im Gewerbe wird zunehmend wichtiger. LCN sorgt für mehr Sicherheit ohne großen Aufwand.

Sicherheit erfordert Intelligenz

Alarmsysteme erhöhen die Sicherheit einer Immobilie, selbst einer Wohnung, in erheblichem Maße. Sie erfordern jedoch eine ausgefeilte Sensorik, um unerlaubtes Eindringen oder schon Vandalismus zu verhindern. Jedoch reichen nur ein paar Bewegungsmelder nicht aus, es braucht schon etwas mehr Intelligenz, um effektiv und zuverlässig Schutzfunktionen zu realisieren.

Das LCN-System verfügt dazu nicht nur selbst über ein weites Spektrum an Sensoren, sondern kann über seine Eingangsmodule genauso viele weitere aktive Meldesysteme einbinden. Dazu gehören Magnetkontakte für Fenster und Türen, Glasbruchmelder für Vitrinen und Türverglasungen, Alarmmelder in Verglasungen der Fassade bis hin zu kapazitiven Meldern für Gegenstände oder Personen. Zusammen mit der Intelligenz im LCN-System können nun mehrstufige Alarmzonen gebildet werden, um jeweils angemessen zu reagieren. So kann der Besuch des Postboten am Briefkasten ohne Folgen bleiben, ein Annähern von Personen von der Rückseite des Hauses jedoch bereits einen Voralarm auslösen. Solche Funktionen werden individuell für das jeweilige Objekt und den Sicherheitsbedarf programmiert.

Mehr Sicherheit durch intelligente Automation

Zentralüberwachung

Selbst die beste Alarmtechnik sollte sich nicht selbst überlassen bleiben. Gerade für das eigene Gefühl für Sicherheit muss es möglich sein, sich über den aktuellen Status im Haus zu informieren. Das globale Visualisierungssystem LCN-GVS erlaubt von beliebigen Orten über jeden Webbrowser den aktuellen Status des Hauses zu checken, ob seit der letzten Überprüfung Bewegungsmelder im Haus angesprochen haben, ob alle Leuchten ausgeschaltet sind oder andere Sensoren angesprochen haben. Es können jedoch aus der Ferne auch Aktionen ausgelöst werden, wie das Schließen von Rollläden oder das Schalten von Leuchten.

Mit der grafischen Oberfläche der LCN-GVS ist diese Visualisierung kein Werkzeug für Techniker oder Spezialisten, sondern ein Werkzeug für den Alltag und für jeden Benutzer. Wie die grafische Oberfläche gestaltet wird, entscheidet der Anwender mit dem Installateur, von aufwändigen Hintergrundbildern mit vielen Details bis zu einer einfache Reihe für beschrifteten Icos. Am einfachsten ist aus dem Internet die LCN-GVS-App für Smartphones zu nutzen, die gleich noch den Netzverkehr optimiert.

Zutrittskontrolle

Gerade in seinem trautem Heim möchte man größtmögliche Sicherheit haben, wer das Haus betritt und wann. Mit LCN lässt sich zuverlässig eine Zutrittskontrolle aufbauen, wobei sich Personen mit RFID-Karten und -Chips, Autoschlüsseln oder – für höchste Sicherheit – am LCN-GFPS Fingerabdrucksensor identifizieren. Der Zutritt wird jedoch nicht einfach nur freigegeben, sondern kann auch zeitlich und räumlich eingeschränkt werden. Mit elektrischen Türschließsystemen kann ein fein abgestufter Zugang zum Gebäude erlaubt werden, für die jeweilige Person an diesen Türen und zu diesen Zeiten. Geht eine RFID-Karte verloren, wird sie einfach aus dem System gelöscht. Mit der LCN-Visualisierung auch aus der Ferne.

Noch wichtiger ist der Zutrittsschutz in Gewerbeobjekten. Mit der LCN-GVS können praktisch unbegrenzt viele Zutrittsmöglichkeiten erstellt und gespeichert werden, auch für unterschiedliche Gebäude. So gilt eine ID-Karte dann für alle Gebäude des Unternehmens. Unterschiedliche Benutzergruppen in der LCN-GVS erlauben der Personalabteilung das Ausstellen neuer Karten, aber keinen Zugriff auf Heizung oder Klima. Und damit auch im Nachhinein klar ist, wer wann und wo das Gebäude betreten hat, wird alles feinsäuberlich protokolliert. Dann gibt es auch keine Diskussionen mit den Kindern mehr, wer zu spät nach Hause gekommen ist.

Anwesenheits-Simulation

Der beste Schutz vor Einbruch ist der, dass das Haus als bewohnt erscheint. Da die größte Gefahr für sein Eigentum von marodisierenden Banden ausgeht, die das Objekt nicht zuvor systematisch erkunden oder beobachten, kann eine Anwesenheitssimulation bereits im Vorfeld zusätzliche Sicherheit bieten. Hier bietet der Universalsensor LCN-GUS einige Möglichkeiten, indem die Rollläden erst unterhalb einer gewissen Tageshelligkeit geschlossen werden. Durch wechselndes Wetter verändert sich so die Schließzeit. Erst am Morgen werden die Rollläden durch Zeitschaltuhren in der Globalen Visualisierung LCN-GVS wieder geöffnet.

Zusätzlich schaltet die LCN-Hausautomation am Abend oder in der Nacht bestimmte Beleuchtungen ein und wieder aus. Perfektioniert wird die „Lebend-Simulation“, wenn die Schließzeiten der Rollläden oder das Schalten der Beleuchtung von quasi-zufälligen Werten wie Außentemperatur oder Tageshelligkeit bestimmt werden. Oder die Zeitschaltuhren in der LCN-Visualisierung bekommen unterschiedliche Schaltzeiten für die einzelnen Wochentage und schalten Beleuchtung. Zwar lässt sich mit einer solchen Simulation nicht jeder Einbruch verhindern, die meisten Einbrecher machen jedoch um ein bewohntes Haus lieber einen Bogen.

Push-Meldungen

Ist nun der Ernstfall eingetreten und es ist eingebrochen worden, oder der Keller steht wegen eines geplatzten Waschmaschinenschlauches unter Wasser, sollte schnell für weitere Maßnahmen gesorgt werden. Eventuell könnte mit einem Voralarm bei unerwarteten Bewegungen im Garten sogar ein Einbruch noch verhindert werden. In einem solchen Fall der Fälle kann das LCN-System sogenannte Push-Meldungen verschicken, die in der LCN-Smartphone-App landen und über ungewöhnliche Situationen im Haus informieren. Auch über SMS oder Email können Informationen weitergeleitet werden und andere Stellen als die Bewohner in Kenntnis setzen.

Das LCN-System zeichnet sich gegenüber anderen Lösungen zur Gebäudeautomation dadurch aus, dass von der Wohnung bis zum großen Gewerbeobjekt automatisiert werden kann. Das wieder setzt voraus, dass auch mehrere Installationen von einer zentralen Instanz aus betreut werden können. Das ist mit LCN und der LCN-GVS von der Grundstruktur her vorgesehen, nutzt dabei auch dem privaten Nutzer. Push-Nachrichten sind ein praktikabler Weg, über Situationen im Gebäude schnell und zuverlässig zu informieren, sei es ein Einbruch oder der Ausfall der Heizung.

Schutz vor dem Wetter

Ungemach droht dem Zuhause aber nicht nur von Einbrechern oder Vandalen mit Spraydosen. Auch das Wetter kann einem Haus zusetzen, wie bei Hitze, Starkregen oder Sturm. Dabei kann schon ein gekipptes Fenster und starker Regen für genug Ärger sorgen. Wetterstationen wie die LCN-WIH messen Windgeschwindigkeiten, Regen und Außentemperaturen. Ausgefahrene Markisen oder Außenjalousien können bei starkem Wind leicht beschädigt werden. Bei starkem Sturm empfiehlt es sich, Rollläden herunter zu fahren und so Fenster vor Holzbruch zu schützen. Das LCN-System wird von solchen Wetterbedingungen informiert und schließt Fenster oder Rollläden, fährt Markisen oder Außenjalousien ein.

Die LCN-WIH liefert noch mehr Informationen, nämlich Außentemperatur, Helligkeit und GPS-Daten. Aus den GPS-Daten lässt sich der Sonnenstand errechnen, wie warm es tatsächlich ist, meldet der Temperatursensor, wie viel Sonne ankommt, der Helligkeitssensor. Bevor sich das Haus übermäßig aufheizen kann, werden Beschattungsmaßnahmen iniiert. In der kalten Jahreszeit arbeitet die Wetterstation der Heizungsregelung zu, damit es im Haus nie zu Frostschäden kommt. Eine wettergeführte Steuerung aller beteiligten Technik im SmartHOME sorgt so zusätzlich für den Schutz des Hauses.

Sicherheit beginnt bei den Bewohnern

Viele Sicherheitslücken entstehen durch Unaufmerksamkeit oder Nachlässigkeit. Indem Sicherheit automatisiert wird, spielen momentane Einflüsse wie das wartende Taxi oder der verschlafene Kundentermin keine Rolle mehr. Eine Außer-Haus-Taste an der Haustür am LCN-GT6  schließt alle Fenster, schaltet alle Lichter aus, ebenso die Steckdosen in der Küche. Der Alarm-Modus wird aktiviert. Die Räume werden mit Bewegungs- und Wärme-Sensoren überwacht, ebenso Fenster und Türen mit Schließkontakten und Glasbruchmeldern.

Bleibt der Alarm-Modus über längere Zeit aktiv, wird die Anwesenheits-Simulation hinzu genommen, wird die Heizung abgesenkt und Rollladen automatisch geschlossen. Sollte man sogar das Betätigen der Außer-Haus-Taste vergessen haben, setzt sich das Haus dank LCN nach längerer Inaktivität selbst in den Alarm-Modus. Auf diese Weise übernimmt LCN die Aufmerksamkeit für die Sicherheit des Hauses.

Weltweite Kontrolle über das eigene Gebäude

Visualisierung

Visualisierung bietet nicht nur eine komfortable Bedienung des LCN-Systems, sondern liefert dazu deutlich erweiterte Funktionalität.

Weltweit Zuhause

LCN-GVS ist die globale Visualisierungssoftware für die Überwachung und Bedienung beliebig vieler LCN-Anlagen. Sie kann sowohl in kleinen Anlagen eingesetzt werden, als auch für sehr große, weltweit verteilte Liegenschaften. Per Internet können beliebig viele Visualisierungsstationen (per Browser) gleichzeitig aktiv sein. Ein umfassendes Berechtigungssystem gibt jedem Nutzer oder Nutzer-gruppen individuelle Rechte zur Überwachung oder auch zur Steuerung.

Die LCN-GVS erweitert gleichzeitig die Funktionalität einer LCN-Installation. Sie ergänzt das System durch globale Zeitschaltuhren, eine Zutrittskontrolle für praktisch unbegrenzt viele Personen und Gebäude sowie Kalenderfunktionen und Makros für eine vereinfachte Programmierung.

Systemunabhängigkeit durch Webbrowser als Oberfläche

Die LCN-GVS im Detail

Als Zugangspunkt zu einer LCN-Installation dient ein beliebiger PC unter Microsoft® Windows®, auf dem die LCN-GVS läuft und der mit dem LCN-Bus verbunden ist. Gleichzeitig wird dieser PC in das lokale Netz eingebunden und ist so innerhalb des Gebäudes und, wenn gewünscht, auch von außerhalb erreichbar. Von außen natürlich nur verschlüsselt und über individuelle Zugangsdaten. Jeder beliebige Webbrowser, ob auf einem Notebook, auf einem Smartphone oder sogar von einer Spielkonsole, kann nun auf die LCN-GVS zugreifen und die Installation steuern oder überwachen.

In der Visualisierung werden sogenannte Tableaus angelegt, grafische Oberflächen beliebiger Detailtiefe, auf denen Bedienelemente, aber auch Sensoren oder Lampen platziert werden. Damit kann die LCN-Installation nicht nur aus der Ferne bedient werden, sondern auch überwacht. Beispielsweise ob Sensoren in einem Raum angesprochen haben, welche Leuchten eingeschaltet sind oder welche Temperaturen in einem Raum herrschen. Da das LCN-System mit seinem vierstufigen Quittungs- und Meldesystem den Zustand von Modulen zuverlässig feststellen kann, sieht man immer den tatsächlichen Zustand der Installation, nicht den erwarteten.

Zusätzliche Funktionen der LCN-GVS sind:

  • Globale Kalender lösen Funktionen aus oder deaktivieren sie, zum Beispiel als Ferienkalender in Schulen bleiben Licht und Heizung in dieser Zeit aus.
  • Zeitschaltuhren lösen nach Datum und Zeit Funktionen aus, die Schaltzeiten können auch interaktiv in den Tableaus geändert werden.
  • Daten der Zutrittskontrolle für Transponder werden zentral verwaltet und verteilt. Eine Transponderkarte oder ein Zugang per Fingerabdruck für ein Ferienhaus kann in Hamburg eingelesen und in Valencia benutzt werden. Mit genau festgelegten Zeiten, ab wann und wie lange der Zugang erlaubt ist.
  • Mit Makros wird die Programmierung vereinfacht.

Privatbau

Im privaten Heim dient eine Visualisierung vor Allem zur Steigerung von Komfort und Sicherheit. Alle Funktionen stehen dabei auch „außer Haus“ zur Verfügung: zum Beispiel bereits während der Heimfahrt die Heizung einschalten.  Gleichzeitig wird die Bedienung vereinfacht, da Funktionen nach Kundenwunsch in verschiedene Tableaus integriert werden können.

Anwendungen

  • Steuerung des Gebäudes oder der Wohnung per Smartphone, Tablet oder Panel-PC
  • Steuerung des Gebäudes über Browser oder App auch im Ausland per Internet
  • Ereignismelder mit Benachrichtigung per Push-Meldung direkt auf Smartphones, E-Mail und SMS. Offene Fenster, Heizungsstörung – alles wird sofort gemeldet!
  • Einstellen der Lichtfarbe oder Farbtemperatur über Lichtszenen oder per HSB-Farbrad
  • Videoüberwachung: auch von unterwegs
  • Zentralfunktionen: Beliebige Verbraucher abschalten, alle Fenster schließen, usw – alles mit einem Klick.

Industrie & Gewerbe

In industriell und gewerblich genutzten Bauten spielen vor allem Effizienz und Sicherheitsaspekte eine große Rolle. Ausfallzeiten sollen minimiert, das Eigentum geschützt und Funktionen automatisiert werden können.

Anwendungen

  • Zentrale Verwaltung aller Firmengebäude: Überwachung der Verbrauchswerte, der Klimageräte, Alarmsysteme, usw.. Gebäudeübergreifende Tableaus für einzelne Gewerke beliebig möglich.
  • Gebäudeübergreifende Verwaltung von Zutrittsrechten: Wer darf wann und wo betreten?
  • Zugangskontrolle per Fingerabdruck: zentrale Verwaltung der biometrischen Daten in der Personen- Datenbank zusammen mit Transpondern.
  • Einbinden der Visualisierung in die Gebäudeleittechnik, über Modbus, OPC und BACNet
  • Überwachung von Schutzeinrichtungen wie Sicherungen, Brandmeldeanlagen etc.
  • Gruppensteuerung z.B. von Fenstern, Beleuchtung etc.

Büros und öffentliche Bauten

Ob Rathaus, Sporthalle oder Schulgebäude: Mit LCN-GVS lassen sich auch mehrere, ortsgetrennte Liegenschaften komfortabel verwalten. Betriebe mit mehreren Standorten oder Filialen können davon profitieren. Neue Liegenschaf-ten können in bestehende Systeme integriert werden.

Anwendungen

  • Steuern von Konferenzräumen, inklusive Lichtszenen, elektrischer Leinwand und Audio
  • Visualisierung von Verbrauchs- oder Erzeugungswerten wie Wasser, Strom oder Photovoltaik-Ertrag
  • Zentrale Steuerung des Gebäudes: zum Beispiel durch Hausmeister oder Liegenschaftsverwaltung
  • Auswertung und Weiterverarbeitung von Arbeitszeiten durch Export als CSV-Datei
  • Individuelle Verwaltung von Schaltzeiten mit Kalender-funktion, bspw. in Schulen, wo die Raumnutzung sehr unterschiedlich ausfallen kann.
  • Individuelle Zugriffsrechte für Nutzergruppen – nicht nur auf Tableaus, sondern auch auf jede einzelne Funktion: voll/nur Anzeige / unsichtbar.

Kopplung zu Fremdsystemen

Als offenes Bussystem erlaubt LCN Kopplung zu nahezu allen Systemen. So kann eine übergeordnete Leittechnik direkt auf den LCN-Bus zugreifen. Per Lizenzschlüssel sind jederzeit Erweiterungen möglich:

  • Zeitschaltuhr
  • Ereignis -und Störmelder für Druck, Mail, SMS, etc.
  • Gebäudenutzer für Zugangskontrolle
  • Fremdsystemkopplung (BACnet, Modbus, OPC, …)
  • Viel Leistung, günstiger Preis durch modulare Preisgestaltung.

LCN-GVS wurde vollständig im Hause ISSENDORFF KG entwickelt und bietet konsequent hohe Leistung.

Zutrittskontrolle und Zutrittsschutz

Zutrittskontrolle

Die Zutrittskontrolle ist eine Kombination vieler Faktoren, sie dient vorrangig der Sicherheit, erfordert jedoch vielfältige Maßnahmen.

Wer wann was wo darf

Zutrittskontrolle spielt schon im privaten Zuhause eine Rolle, überlebenswichtig wird sie im Gewerbe, wo teure Güter und Maschinen vor Diebstahl oder Schäden geschützt werden müssen. Sicherheitsfragen können jedoch noch viel weiter gehen, nämlich zum Schutz von Firmen-Knowhow, zum Schutz von Daten oder beim Zugang zu kritischen oder gefährlichen Stoffen.

Zutrittsschutz kann jedoch nicht einfach nur mit ein paar Schlüsseln realisiert werden. Es muss auch berücksichtigt werden, dass in einem größeren Privathaus oder in einem Unternehmen erlaubte Aktivitäten feingranular aufgeteilt werden müssen. Die Personalabteilung kann neue ID-Transponderkarten für neue Mitarbeiter erstellen, hat aber keinen Zugriff auf die Heizung. Der Hausmeister eines Eigenheimes darf während des Urlaubs der Eigentümer nur in die Garage und in den Keller, die Hauswirtschaft aber nur ins Haus. Eine LCN-Installation kann mit seinen intelligenten Modulen, der umfangreichen Sensorik und der Visualisierung solche Ansprüche problemlos erfüllen.

Schutz des Eigentums gehört automatisiert

Fingerprintsensor

Der Sensor LCN-GFPS nutzt die biometrische Daten eines Fingerabdruckes zur Identifikation. Nach Einlesen des Abdruckes in einem kleinen Fenster wird anhand der eindeutigen Merkmale ein Transpondercode erzeugt, der den Benutzer eindeutig identifiziert. Zutrittskontrolle über biometrische Daten hat den Vorteil der hohen Sicherheit, da keine Schlüssel oder Karten verloren gehen oder gefälscht werden können.

Anwendungen

  • LCN-Zugangskontrolle mit zentraler Verwaltung der biometrischen Daten
  • Fingerabdruck Identifizierung mit Lebendfingererkennung
  • bis zu 1000 Finger einlernbar
  • LED-Anzeige und elegantes Corona®-Licht
  • Design der GT-Serie
  • Auswertung durch LCN-Modul oder Visualisierung LCN-GVS

Unterputz-Transponder

Der Transponderempfänger LCN-UT realisiert eine personenabhängige Zutrittskontrolle. Die drei unterschiedlichen Antennen des UTs haben eine Lese-Reichweite bis zu 30 Zentimetern. In kleinen Anlagen wertet jedes LCN-Modul direkt bis zu 16 verschiedene Codes aus. In Großanlagen verwaltet und erfasst die Visualisierungssoftware LCN-GVS beliebig viele Zugänge in vielen Liegenschaften, auch für zeitabhängigen Zutritt.

Anwendungen

  • Zutrittsystem für LCN-Transponder oder auch handelsübliche Transponder
  • verschiedenen Unterputz Transponderantennen im Lieferumfang – je nach Einbausituation
  • Auswertung durch LCN-Modul oder Visualisierung LCN-GVS
  • Zugang räumlich und zeitlich einschränkbar

Aufputz-Transponder

Das LCN-ULT ist ein universelles Transponder-Lesegerät für den Innen- und Außenbereich. Das LCN-ULT liest nicht nur LCN-Transponderkarten, sondern auch passive Transpondertypen verschiedener Hersteller sowie fast alle Autoschlüssel. Der Haustürschlüssel wird praktisch überflüssig. Der Autoschlüssel reicht aus, um Zutritt zu Grundstücken und Gebäuden zu bekommen.

Anwendungen

  • Zutrittsystem für Autoschlüssel, Transponderuhren und nahezu allen handelsüblichen Transponder
  • Zur Montage auf Unterputzdose
  • Erhältlich in den Farben weiß oder silber
  • Wetterfest vergossen
  • Auswertung durch LCN-Modul oder Visualisierung LCN-GVS

Aktiver Transponder

Der aktive Leser LCN-ATW wertet passive und aktive Transponder aus. Mit passiven Transpondern bietet er dabei eine Reichweite von bis zu vier Metern. In typischen Anwendungen tragen die zu erkennenden Personen aktive Transponder in verschiedenen Bauformen. Durch Tastendruck auf den Transponderhandsender LCN-AT2 erreichen Sie sogar eine Reichweite von bis zu 50 Metern. Bis zu acht LCN-AT2 können gleichzeitig erkannt und verwaltet werden.

Anwendungen

  • Zugangskontrolle und Zutrittsteuerung mit großer Reichweite
  • Hoher Komfort durch Erkennung ohne Aktivität des Nutzers
  • Verschiedenste Transponderarten erkennbar
  • Ausbaubar zum Ortungssystem

IR-Fernbedienung

Der LCN-RT ist eine multifunktionale Infrarot-Fernbedienung. Es lassen sich über vier mehrfach zu belegende Tasten bis zu 16 verschiedene viele Funktionen auslösen, mit einer Reichweite von bis zu zehn Metern. Die LCN-RTs haben eindeutige Seriennummern und können individuell programmiert und personalisiert werden. Auf diese Weise bekommt jeder Benutzer spezifische Zutrittsrechte. Da jeder Tastendruck diese Informationen sendet, kann eine lückenlose Nutzungs-Dokumentation erstellt und archiviert werden.

Anwendungen

  • Steuert auch Licht, Rollladen, Heizung u.v.m.
  • Zutrittssystem via IR-Fernbedienung
  • Personalisierter Zutritt
  • Vierfache Tastenbelegung (kurz, lang, los)

LCN-GVS als Teil der Zutrittskontrolle

Die LCN-GVS Visualisierung ist ein wichtiger Bestandteil gerade einer unternehmensweiten Zutrittskontrolle. Sie kümmert sich nicht nur um die Verwaltung praktisch unbegrenzt vieler Zugangsdaten und verwaltet diese über alle Standorte und Unternehmensteile. Sie erlaubt auch über die Visualisierung Benutzergruppen mit genau festgelegten Rechten und Fähigkeiten zu bilden. Darüber können den einzelnen Bereichen nur die Funktionen freigegeben werden, die sie benötigen und beherrschen. Wie der Zugriff auf Zutrittsdaten, auf die Infrastruktur des Unternehmens oder der Zugang zu Gebäudeteilen. Wenn gewünscht, für bestimmte Zeiten oder bis zu einem definierten Datum, wie bei Praktikanten.

Jedoch kann die LCN-Visualisierung für den Zutrittsschutz genauso im privaten Bereich Anwendung finden, gerade bei verteilten Gebäuden, für Ferienwohnungen oder rein aus Bequemlichkeit. Mit den Transpondern des LCN-Systems können viele Autoschlüssel ausgelesen werden und die Haustüre öffnen. Verlorene Schlüssel eines Hausschließsystems bei Kindern sind ein Sicherheitsrisiko und eine teure Angelegenheit. Eine verlorene Transponder-Karte wird einfach deaktiviert und kostet nur ein paar Euros. Und manchmal ist es beruhigend, aus dem Urlaub mal nachzusehen, ob im Zuhause alles so ist, wie es sein sollte.