Themen-Info: Seniorengerechtes Wohnen | LCN

THEMEN-INFO: SENIORENGERECHT WOHNEN

Seniorengerechtes Wohnen mit LCN

Sicher möchte jeder Mensch lange leben, aber ist das Altwerden auch sicher? Können technische Hilfsmittel den Komfort erhöhen und zugleich auch noch Strom sparen? Intelligente Gebäude, auch Smart Homes genannt, sind nicht nur was für „junge Leute“. Bussysteme wie LCN können sowohl älteren als auch körperlich beeinträchtigten Menschen dabei helfen den Alltag einfacher zu gestalten und die Lebensqualität zu steigern. Die Zielsetzung ist dabei relativ klar. Der Komfort eines Gebäudes bzw. einer Wohnung soll gesteigert und Tätigkeiten, die unter Umständen nicht mehr selbst ausgeführt werden können, sollen automatisiert werden. Gleichzeitig soll das Sicherheitsgefühl gesteigert und der Energieverbrauch gesenkt werden.

Was ist dafür zu tun? Wichtigster Bestandteil eines intelligenten Gebäudes ist die Vernetzung der verwendeten Komponenten. Dazu zählen bspw. Leuchten, Steckdosen, Jalousien oder Klimageräte. Das geschieht im Falle von LCN über eine extra Ader in der Installationsleitung (z.B. NYM-J 5×1,5mm²). Zusätzlich werden die LCN-Module benötigt. Diese übernehmen die Steuerungs- und Regelaufgaben und können entweder in der Unterputzdose oder in den entsprechenden Verteilungen eingebaut werden. Natürlich lassen sich beide Installationsarten auch mischen. Die Module werden dann ebenfalls über die Installationsleitung mit den verbauten anderen Komponenten wie Stellantrieben, Relais oder Leuchten verbunden. Die eigentlichen Funktionen werden dann über eine Parametrierung der Module umgesetzt. Das geschieht per Software, der LCN-PRO.

LCN hilft den Alltag barrierefrei zu gestalten

Jeder Mensch ist verschieden und hat individuelle Bedürfnisse an die Ausstattung seines Wohnobjektes. LCN ist flexibel und lässt sich mühelos an die Wünsche anpassen, erleichtert die Bedienung durch Automatisierung, steuert Stellantriebe und Motoren und bietet Schutzfunktionen wie Notruftaster oder Alarmanlagen. Falls sich die Gegebenheiten ändern sollten, ist es ohne Weiteres möglich, die bestehende Programmierung daran anzupassen.

Zur Bedienung des Wohnobjekts stehen eine Vielzahl an Geräten zur Verfügung. Die Glastaster der LCN-GT und GTS-Serie sind gegenüber herkömmlichen Schaltersystemen besonders anpassungsfähig. Zum Einen können mehrere Tastenfelder zusammengelegt werden, so dass eine besonders große Schaltfläche entsteht, zum Anderen können die Inlays durch den LCN-GT-Designer so gestaltet werden, dass die Funktionen auch für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit gut erkennbar sind. Durch die Hintergrundbeleuchtung der Tastenfelder wird das Erkennen der einzelnen Tasten noch weiter vereinfacht. Per IR-Fernbedienung (LCN-RT), Smartphone oder Tablet lassen sich die einzelnen Funktionen der Räume auch vom Bett oder Sofa aus bequem steuern. So können unter anderem die Jalousien von bettlägrigen Menschen per Fernbedienung – ohne aufstehen zu müssen – gesteuert werden. Weiterhin lassen sich Funktionen ganz ohne Zutun der Nutzer ausführen. Das Licht lässt sich zum Beispiel per Präsenzmelder einschalten, Jalousien lassen sich anhand der Raumhelligkeit auf- oder abfahren und Zeitschaltfunktionen sorgen zu jeder Tageszeit für die optimale Raumtemperatur.

Wenn die eigene Motorik beeinträchtigt ist, sorgen die LCN-Relaismodule für Bewegung. Mit diesen Aktor-Modulen lassen sich verschiedenste Motoren oder Stellantriebe zum Beispiel von Fenstern, Türen oder Jalousien ansteuern. Sensor gesteuert können Fenster automatisch geöffnet werden. Zum Beispiel anhand der CO2-Konzentration des Raumes. Dabei wird der CO2-Gehalt der Raumluft permanent über den CO2-Sensor LCN-CO2 überwacht. Wird ein Grenzwert überschritten, veranlasst die Programmierung das Öffnen der Fenster. Wird der Sollwert wieder erreicht, schließen die Fenster automatisch.

Sicherheit schafft Lebensqualität

Neben den komfortablen Funktionen lassen sich mit LCN auch eine ganze Reihe an Sicherheitsfunktionen realisieren. Neben der Hintergrundbeleuchtung bieten die Glastaster und Glasinfomodule auch noch ein sogenanntes Corona-Licht. Dabei erzeugen die im Rahmen verbauten LEDs einen Lichtring um den Taster. Dieses Licht kann in der Nacht – zum Beispiel über einen Helligkeitssensor – auch als Nachtlicht konfiguriert werden. Dabei leuchten nur die LEDs im unteren Bereich der Taster und leuchten so die nähere Umgebung aus. Natürlich lässt sich auch die in Gebäude installierte Beleuchtung als Nachtlicht einrichten. Ein Präsenzmelder erkennt, dass der Bewohner aus dem Bett aufgestanden ist und schaltet das Licht ein. Nicht aber mit voller Intensität, sondern gedimmt. Genau so, dass niemand geblendet wird, der Weg und evtl. Stolperfallen aber erkannt werden können.

Um Wohnungsbrände zu verhindern, lassen sich bestimmte Steckdosen mit Zeitschaltuhren versehen. So kann das Bügeleisen oder die Kaffeemaschine nach einer gewissen Dauer (z.B. 30 Minuten) automatisch abgeschaltet werden. Ein offen gelassenes Fenster stellt ebenfalls keine Schwierigkeit mehr da: Sind die Fenster mit Stellantrieben ausgestattet, kann das Fenster automatisch geschlossen werden. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn es anfängt zu regnen oder der Bewohner beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung die „Außer-Haus-Taste“ betätigt. Diese sorgt dafür das Verbraucher, dass Verbraucher abgeschaltet werden (wie bspw. das Bügeleisen), die Fenster geschlossen werden und die Heizung in einen Energiesparmodus wechselt. Auch Alarmfunktionen lassen sich über die verbauten Präsenzmelder aktivieren.

Über die globale Gebäudevisualisierung (LCN-GVS) lassen sich auch Benachrichtigungen versenden. So kann neben dem Bett ein Taster (z.B. LCN-GTS2) installiert werden, der als Notruftaster konfiguriert wird. Drückt der Bewohner diesen Taster, kann automatisch eine SMS, E-Mail oder Push-Nachricht auf die Mobiltelefone bestimmter Personen (Angehörige, Nachbarn, Arzt,…) gesendet werden. Per Ereignismelder lassen sich diese Funktionen auch zur Benachrichtigung von Bränden oder Einbrüchen nutzen. Menschen mit beeinträchtigter Gehörleistung können ebenfalls über bestimmte Ereignisse direkt informiert werden. Wird die Klingel betätigt oder der Rauchmelder springt an, können bestimmte Leuchten (z.B. im Wohnzimmer) aufblinken, um optisch auf ein Ereignis hinzuweisen.

Fazit

Bedingt durch den weiter fortschreitenden demografischen Wandel wird sich das Durchschnittsalter unserer Gesellschaft stetig erhöhen. Es wird prognostiziert, dass das Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung von rund 42 Jahren (2014) auf circa 50 Jahre (2050) steigen wird. Im gleichen Zuge wird natürlich der Bedarf an Hilfsmitteln kontinuierlich wachsen. Der LCN-Installationsbus ist durch seine enorme Möglichkeiten in der modernen Gebäudeautomation eins dieser Hilfsmittel.